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Geschichte AG unterstützt AG Stadtgeschichte

Im Jahr 2008 jährte sich zum 70. Mal das schreckliche Ereignis, das in die Geschichte als Reichspogromnacht eingegangen ist. Aus Anlass dieses Jahrestages fanden sich interessierte Bürger der Stadt Glauchau zusammen, die an die furchtbaren Ereignisse in der Zeit des Faschismus erinnern wollten. Als Partner ihrer Arbeit fand sich schnell die Arbeitsgemeinschaft Geschichte des Gymnasiums der Stadt und unterstützte die Tätigkeit stark. So gestaltete die
Arbeitsgemeinschaft den Festakt der Stadt mit einer Powerpoint-Präsentation und einem Gespräch von vier Schülern aus, das verdeutlichte, dass viele der Grausamkeiten durch die Gleichgültigkeit von Bürgern der Stadt und Deutschlands
erst ermöglicht wurden.

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Die Position: „Was soll ich mich aufregen, es betrifft ja nicht mich!“
führte schließlich zum Verlust von Menschlichkeit in der ganzen
Gesellschaft und führte zum Krieg und dem Untergang Deutschlands.
Nach dem Festakt ging die Arbeit aber weiter, das Ziel eines dauerhaften Gedenkens sollte mit dem Setzen von Gedenksteinen
nach der Art des Künstlers Gunter Demnig erfolgen, die vor den
Wohnhäusern von Opfern erreicht werden.stadt_1

Am 06. April 2009 wurden um 15:00 Uhr in Glauchau vor dem Gebäude Leipziger Straße 88 insgesamt neun Stolpersteine in den Gehweg gesetzt. Dass mit den Stolpersteinen an das Schicksal der im Hause der Leipziger Straße 88 einst lebenden Menschen erinnert wird, ist auch dem Engagement der Gymnasiasten zu verdanken. Sie unterstützten diese Veranstaltung mit Bildtafeln und enthüllten die als Pflaster eingebrachten Gedenksteine. Auch sie haben sich zur Aufgabe gestellt, an Bürger der Stadt zuerinnern, die von Nationalsozialisten ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Freitod getrieben wurden.