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Die Arbeitsgemeinschaft Geschichte setzt die Schriftenreihe zur Regionalgeschichte fort

Durch die Arbeitsgemeinschaft Geschichte des Georgius-Agricola-Gymnasiums e.V. wurde eine Schriftenreihe zur Regionalgeschichte begründet, die Schülern und ehemaligen Schülern unserer fast 150-jährigen Einrichtung die Möglichkeit geben soll, ihre Forschungen zu Themen der Historie der Region aus Unterricht oder Freizeit einem breiteren Publikum vorzustellen. Heft 1 stellte die Arbeit von Christina Lenk zum ErstenWeltkrieg und seinen Auswirkungen in Glauchau in den Mittelpunkt. Sie untersuchte anhand vieler Quellen aus dem Archiv des Landkreises Chemnitzer Land besonders die Auswirkungen der vielen kleinen„Weihnachtsfrieden“ im Jahr 1914 an der Westfront und die Folgen des Krieges für die Glauchauer Bevölkerung.

Dieses Heft erschien schon im Schuljahr 2007/08. Im Schuljahr 2008/09 erschienen zwei weitere Hefte. Die zweite Broschüre widmet sich der Schulzeitung aus dem Zeitraum 1932 bis 1944
„Die Brücke“ und wurde durch einen Schüler des Gymnasiums aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges, Herrn Dr. Walter Steiner, geschrieben.

So wird bei der Bearbeitung seiner Erfahrungen mit der faschistischen Diktatur in Glauchau durch Dr. Steiner, der heute in Leipzig lebt, gleichzeitig eine Brücke zwischen den Generationen geschlagen.

Heft Nr. 3 widmete ein Schüler der Gegenwart seinem eigenen Wohnhaus. Mit dem Verdeutlichen der wechselhaften Geschichte des Gebäudes und seiner Bewohner vom Bau bis zur Gegenwart, seiner Nutzung als Geschäftshaus und Lebensgrundlage für die Inhaber waren viele Besuche im Archiv des Landkreises verbunden, die Aufarbeitung der familiären Überlieferungen und das Zusammenführen in einen Text und dessen Bebilderung kosteten viel Zeit, brachten aber auch einen immensen Gewinn an Kenntnissen und natürlich eine enge Bindung an das „Zuhause“!

Mit Heft Nr.4 fand wieder Dr. Steiner zum Thema Glauchau zurück und beschreibt sein Leben als Glauchauer in zwei Diktaturen in den Jahren 1939 bis 1954. Ziel der Schriftenreihe ist es, gerade den jungen Menschen, die sich in der Auseinandersetzung mit der
sächsischen Geschichte ihrer Heimatregion intensiv annäherten, ein Podium zu geben und ihnen zu zeigen, dass ihre Arbeit von den
Menschen der Region wahrgenommen wird. Die so gestärkte regionale Identität soll einen Beitrag dazu leisten, die Migration gerade junger Leute aus Sachsen etwas zu bremsen, zu zeigen, dass ihre Heimatregion zwar schon viel unter wirtschaftlichen Problemen
zu leiden hatte, Sachsen aber für diese Menschen doch immer einen Platz bieten konnte, eine Heimat.

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